Was genau ist eigentlich ein
Kinderdorf ? Manche denken da-
bei an Kinder-Tagesstätten,
Ferienlager oder Waisenhaus.
In unserem Fall trifft nichts
davon zu.
Unsere Kinderdorfeltern stellen
sich dieser großen Herausfor-
derung und nehmen bis zu 7
Kinder, die nicht bei ihren Eltern
leben können, in ihre Familie
auf. Auf diese Weise erhalten sie
optimale Entwicklungschancen.
Die Familie schafft einen sta-
bilen Lebens- und Beziehungs-
rahmen, der sich am normalen
Familienleben orientiert und
durch pädagogische Fachlichkeit
erweitert wird, so dass die auf-
genommenen Kinder die best-
mögliche Förderung erhalten. Die
Elternrolle übernehmen unsere
Kinderdorfeltern und sie bleiben
für viele Kinder Rückhalt und An-
laufstelle selbst dann noch, wenn
sie längst selbständig sind und
eigene Familien haben.
Im Sinne von Albert Schweitzer
steht das Miteinander und
Füreinander im Mittelpunkt des
Alltags jeder einzelnen Kinder-
dorffamilie. In den 50 Jahren seit
der Gründung fanden 457
Kinder in den Kinderdorffamilien
für kurze oder lange Zeit ein
Zuhause.
Auf Schweitzers Ethik basiert
das Wirken aller im und für den
Verein Tätigen: „Wir wollen jedes
Kind in seiner Persönlichkeit ach-
ten, in seiner individuellen
Eigenart annehmen, in seinen
Fähigkeiten stärken und fördern.“
Das Tagebuch gibt Ihnen einen
Einblick in das Leben unserer
Familien und in die Verantwortung,
die jedes Elternpaar mit dem
„JA“ zum Kinderdorf übernommen
hat. Dass sie dabei von der
Leitung durch Beratung bei pä-
dagogischen und psychologi-
schen Fragen, aber auch durch
fachgerechte Verwaltung und
organisatorische Hilfestellung un-
terstützt werden, versteht sich
von selbst.
AnsprechpartnerInnen
Heinrich Schüz (Vorstand),
Michael Heimbach (Erziehungsleitung)
Cornelia Spellenberg (Erziehungsleitung)