Ende der 1970er, Anfang der
1980er Jahre – das Kinderdorf
existiert seit 20 Jahren – gibt
es viele Ehemalige, die inzwi-
schen selbständig leben, sich
aber nicht aus den Augen
verloren haben. Anlässlich des
25-jährigen Jubiläums des
Albert-Schweitzer-Kinderdorf
e. V. werden dann offizielle
Ehemaligentreffen beschlossen,
die jedes zweite Jahr im Kinder-
dorf stattfinden und auch für
LebenspartnerInnen und deren
Kinder offen sind. Aus der Mitte
der Ehemaligenversammlung
wird ein Ehemaligenrat gewählt.
Seine Mitglieder verstehen sich
als Ansprechpartner für andere
Ehemalige, geben Mitteilungen
heraus und bereiten die Treffen
vor. 2006 legt der Rat eine
schriftliche Konzeption vor, in
der die Ziele und Aufgaben
festgeschrieben werden.
Das Kinderdorf unterstützt
diese Selbsthilfeinitiative. 1984
wird eine Stelle für „nachgehende
Betreuung“ geschaffen,
die sich um regelmäßige Kontakte
zu den Ehemaligen bemüht.
Wir sind immer noch an
dir interessiert, soll die Botschaft
sein. Die Einrichtung sieht
in dem Austausch auch eine
große Chance für die eigene Wei-
terentwicklung. Sie erhält
Rückmeldungen darüber, was
gut und was schlecht gewesen
ist, und bekommt Anregungen,
was zu überdenken und mög-
licherweise zu ändern ist. Für
individuelle Notsituationen wird
ein vom Verein finanzierter
Ehemaligenfonds eingerichtet,
der vom Ehemaligenrat mit
verwaltet wird.
Ansprechpartnerin
Zsuzsanne Fellinger