Die Lebensverhältnisse der
Kinder und Jugendlichen haben
sich in Deutschland seit der
Gründung des Kinderdorfes vor
50 Jahren grundlegend ver-
ändert.

So haben die zunehmende
Auflösung familiärer Strukturen
und ein komplexeres und in-
stabileres Miteinander dazu ge-
führt, dass junge Menschen
größere Schwierigkeiten haben,
ihren Platz in der sich rasch
wandelnden Gesellschaft zu
finden. Konzentrierten sich
früher soziale Problemlagen auf
die Städte, so führen heute die
Lebensrealitäten der Familien
auch zu vermehrtem Hilfebedarf

im ländlichen Raum. Durch
diese gesellschaftliche Entwick-
lung ist es zunehmend wichtig
geworden, Kindern und Jugend-
lichen bzw. ihren Familien früh-
zeitig in ihrem Lebensumfeld mit
geeigneten Hilfen zur Seite zu
stehen.

Verantwortung für Kinder zu
übernehmen bedeutet auch, Eltern
bei der Erfüllung ihres Erzie-
hungsauftrages zu unterstützen
und Kinder präventiv vor Ge-
fahren wie Gewalt und sexuel-
lem Missbrauch zu schützen.
Dies heißt, aktiv für die Weiter-
entwicklung der Angebote für
junge Menschen und Familien
im Gemeinwesen und die

Gestaltung der Lebensräume
einzutreten.

Durch die sozialpädagogische
Familienhilfe erhalten Eltern der
umliegenden Städte und Ge-
meinden fachliche Hilfe in Erzie-
hungsfragen (Erziehungsbei-
standschaft). Beratung und
Unterstützung gibt es aber auch
für junge Menschen, denen
erfahrene sozialpädagogische
Fachkräfte des Albert-Schweitzer-
Kinderdorfes als Ansprechpart-
ner zur Verfügung stehen.

Ansprechpartnerin
Cornelia Spellenberg