Zu Beginn stand Margarete
Gutöhrleins großartige Vision, ein
Kinderdorf für hilfsbedürftige
Kinder zu gründen. Unermüdlich
warb sie bei den Menschen um
Unterstützung für diese überzeu-
gende Idee. Gleich ob eine
Gemeinde ein Grundstück zur Ver-
fügung stellte, politische Kräfte
sich für die Realisierung ein-
setzten, Pädagogen ihr Fachwis-
sen einbrachten oder Menschen
für den Aufbau des Dorfes spen-
deten – jede Hilfe war willkom-
men. Von Beginn an bis heute
wurde ein fachliches und finanz-
ielles Fundament gelegt, welches
den Belastungen und Anforder-
ungen einer sich wandelnden Zeit
standhält.
Viele Mitmenschen unterstützen
in unterschiedlicher Weise das
Kinderdorf. Ihnen allen sind wir
in Dank verbunden und schätzen
die langjährige Treue, mit der sie
unsere Arbeit für die Kinder
fördern. Wie vielfältig diese Hilfe
ist, verdeutlichen einige Bei-
spiele.
Vielen Menschen ist unser
Kalender „Für Kinder“ mit den
einfühlsamen Bildbeschrei-
bungen von Theresia Kaspar ein
froher Begleiter durch die
Lebensjahre geworden, für man-
che seit nunmehr 47 Jahren.
Das Grafikerehepaar Heinz Renz
und Lieselotte Renz-Heller
fassten von 1960 bis 2008 die
Bilder der kleinen Künstler zu
diesem wunderbaren Werk,
welches für die damalige Zeit
etwas Einmaliges war, zusam-
men. Er ist noch heute ihr
Geschenk an das Kinderdorf.
Darüber hinaus schlägt er
die Brücke zu den uns verbun-
denen Menschen und erinnert
diese an die Kinder, denen sie
ihren Beistand geben.
Wir danken Theresia Kaspar und
den Eheleute Renz-Heller dafür.
Die Verbundenheit von Hans
Peter Stihl mit unserem Kinder-
dorf zeigt sich bereits durch
seine 46-jährige Mitgliedschaft.
Selbst in wirtschaftlicher und
sozialverantwortlicher Hinsicht
für sein Unternehmen erfolg-
reich, dachte er zu vielen weiteren
Anlässen seines Lebens an die
Kinder im Kinderdorf. Durch den
Verzicht auf Geschenke und die
Aufforderung zu Spenden an-
lässlich runder Geburtstage von
Hans Peter Stihl konnte ein
originelles kleines Fachwerkge-
bäude als Ferien- und Freizeit-
unterkunft für unsere Kinder und
Familien erworben werden. Es
wird, da es unmittelbar an der
schönen Jagst und dem Jagst-
fahrradweg liegt, von den Fa-
milien gerne genutzt. Es konnte
mit dem „Häuschen“ ein Platz
geschaffen werden, in dem sich
die Kinder und Familien wohl
fühlen, und – nicht weit von
zu Hause – miteinander Zeit
verbringen können.
1959 – die ersten Kinderdorf-
häuser sind im Bau – gründet
Gretel Oesterle in ihrer Heimat-
stadt den Friedrichshafener
Freundeskreis. Dort werden
Basare und Verkaufsstände or-
ganisiert. 20 Jahre lang fließen
Geldspenden und Ströme liebe-
voll gefertigter Gaben wie selbst
gestrickte Pullover, Mützen und
Strümpfe nach Waldenburg. Aus
Unterstützung wird Freundschaft.
Man besucht sich gegenseitig.
Die Fahrt zum Seehasenfest in
Friedrichshafen ist jedes Jahr ein
Höhepunkt für das ganze Kinder-
dorf.
Die Friedrichshafener beteiligen
sich an Versammlungen und
inhaltlichen Diskussionen in Wal-
denburg. Anlässlich ihres 70.
Geburtstages wird ein Haus im
Kinderdorf nach Gretel Oesterle
benannt.